MaterialVital-Digital (MVD)
MaterialVital-Digital: MaterialVital-Digital: Digitalisierte Materialforschung für biohybride und lebende Materialien – semantische Standards, Electronic Lab Notebooks und offene Datenplattformen für die Communities biohybrider Materialien.
MVD ist neben MatConnect das zweite Begleitforschungsprojekt zum Modul „Biohybride und lebende Materialsysteme“. Wie beide im Fördersystem verortet sind, zeigt die Übersicht unter Partner & Netzwerk.
KURZ ERKLÄRT
MVD ist das digitale Begleitprojekt der MaterialVital-Initiative. Es unterstützt die Forschungsteams dabei, ihre Daten von Anfang an strukturiert, auffindbar und wiederverwendbar zu erfassen — mit gemeinsamen Datenstandards, digitalen Laborbüchern und der Anbindung an etablierte Plattformen. So können wertvolle Forschungsdaten mehrfach genutzt und Produktentwicklungen beschleunigt werden.

Warum es MVD braucht?
Forschung an Engineered Living Materials (ELM) und biohybriden Materialien erzeugt große Mengen wertvoller Daten — verteilt über viele Disziplinen, Labore und Formate. Ohne gemeinsame Standards bleiben diese Daten schwer auffindbar und kaum wiederverwendbar. MVD schließt diese Lücke: Durch die Digitalisierung der gesamten Forschungs- und Entwicklungskette werden Daten aus unterschiedlichen Disziplinen verständlich, auffindbar und wiederverwendbar (FAIR-Prinzipien) — die Grundlage für schnellere, innovative Produktentwicklungsprozesse.
Wie das Projekt vorgeht?
- Semantische Standards einführen — — Entwicklung gemeinsamer Ontologien und Datenstandards für die ELM- und Biohybrid-Communities
- Digitale Werkzeuge bereitstellen — Electronic Lab Notebooks sowie Anbindung an Plattformen (Galaxy) und Datenrepositorien (z. B. CKAN) auf vorhandener Infrastruktur (PMD)
- Use-Cases umsetzen — anhand von drei Use-Cases werden erste Ansätze der digitalen Infrastruktur für die Communities entwickelt
- In den Projekten erproben — Test und Weiterentwicklung der Tools und Workflows in den wissenschaftlichen Projekten der MaterialVital-Initiative
- Schulen & verbreiten — niederschwellige Bedienbarkeit sicherstellen und die Lösungen durch Schulungen in den Communities verankern
Was daran neu ist?
MVD begleitet die Forschungsprozesse nicht nachgelagert, sondern von Anfang an eng vor Ort — und entwickelt die Datenstandards gemeinsam mit den Communities statt für sie. Damit die Tools und Workflows tatsächlich genutzt werden, liegt ein besonderer Schwerpunkt auf niederschwelliger Bedienbarkeit für Forscher*innen sowie auf Schulung und Verbreitung.
So entsteht eine tragfähige digitale Infrastruktur für die ELM- und Biohybrid-Communities: Daten werden mehrfach nutzbar, Ergebnisse besser vergleichbar und Entwicklungswege von der Forschung zum Produkt deutlich kürzer.
Wer arbeitet mit?
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM
Projektkoordination, Ontologieentwicklung, Durchführung von User- und Data-Journeys sowie Bereitstellung von Infrastruktur
Leibniz-Institut für Neue Materialien INM
Bereitstellung von Use-Cases und Umsetzung der Digitalisierungsmaßnahmen
Universität Freiburg
Betreiberin der europäischen Galaxy-Plattform (usegalaxy.eu); Omics-Datenanalyse und Workflow-Entwicklung
Wiebke Beckmann
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM
wiebke.beckmann@iwm.fraunhofer.de
Telefon: +497615142293