MatConnect
Brücken bauen für den Transfer biohybrider und lebender Materialien die industrielle Anwendung
Biohybride und lebende Materialien eröffnen neue Perspektiven für die Zukunft – von intelligenten Implantaten über neuartige Diagnostikansätze bis hin zu lebenden therapeutischen Systemen. Ihr Potenzial reicht weit über einzelne Anwendungen hinaus, stellt Forschung und Anwendung jedoch zugleich vor besondere Herausforderungen, etwa in Bezug auf Transferpfade, Standardisierung, Regulierung und gesellschaftliche Akzeptanz.
Hier setzt das Projekt “Wissenschaft, Transfer und Vernetzung für das MaterialVital-Innovationsökosystem (MatConnect)”als begleitende Maßnahme der Material-Hub-Initiative „MaterialVital“ an. Ziel des Verbundprojekts ist es, die im Hub geförderten Forschungsverbünde systematisch zu vernetzen und ihre Ergebnisse gezielt in Richtung industrielle Anwendungen transferfähig zu machen. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
Ein Fokus liegt unter anderem auf transferorientierten Aktivitäten mit Blick auf medizintechnische Anwendungen. Dazu zählen strukturierte Austauschformate zwischen Forschung, Industrie und Start-ups sowie die Entwicklung konkreter Use-Case-Szenarien. Eine begleitende Innovationssystem-Studie wertet zudem Publikations- und Patentlandschaften aus und bündelt die Ergebnisse in einer interaktiven Akteurskarte, um Transferpfade, Akteure, Technologien und Anwendungsfelder systematisch zu kartieren und so neue Kooperationspotenziale sichtbar zu machen.
Ein zentrales Element von MatConnect ist zudem die frühzeitige Auseinandersetzung mit regulatorischen und normativen Fragestellungen, insbesondere im Bereich lebender Materialien. So wird bspw. das Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) im Projekt Expertennetzwerke für Regulatorik aufbauen, regulatorische Lücken analysieren und praxisnahe Leitfäden erarbeiten, um Orientierung für Forschung, Industrie und Aufsichtsbehörden zu schaffen und den Marktzugang zukünftiger Anwendungen zu erleichtern.
Durch diese Herangehensweise trägt MatConnect dazu bei, das Innovationspotenzial biohybrider und lebender Materialien verantwortungsvoll zu erschließen.
Ziele von MatConnect
Vernetzen
Sichtbar machen
Ökosystem stärken
Arbeitsplan
Arbeitsplan: Zwei Module greifen Bei MatConnect ineinander
Begleitende Vernetzung
-
Verbünde vernetzen
-
Technologie an Industrie transferieren
-
Wissenschaft kommunizieren
Begleitende Analyse
-
Verbünde verstehen
-
Innovationsökosystem analysieren
-
Regulatorik verstehen
-
Kommunikative Dynamiken stärken
Die Erkenntnisse aus der Analyse fließen fortlaufend in die Vernetzungsformate ein.
Team

Dr. Anna Wachsmuth-Pohle

Dr. Valentin Knitsch

Dr. Ann-Kathrin Dieterle

Marlen Weiße

Dr. Christoph Starke

Jacqueline Zimmermann

Anna Rupp
Als Designerin gestaltet sie die visuelle Identität von MatConnect – von Corporate Identity und Key Visuals bis zur gemeinsamen Bildsprache. Diese Elemente geben dem Projekt seinen roten Faden und lassen komplexe Inhalte länger in Erinnerung bleiben.

Nina Oswald
Im Projekt MatConnect entwickle ich Formate, die komplexe Forschung zu lebenden und biohybriden Materialien verständlich und zugänglich machen. Darüber organisieren wir vom IZI aus die Vernetzungder Nachwuchswissenschaftler:innen und schaffen Räume für Austausch, Weiterbildung und Zusammenarbeit.
